Einbringen der Ernte
Die Kapelle der Versöhnung ist eine Kirche in der Bernauer Straße im Berliner Bezirk Mitte, die 2000 auf dem Fundament der Versöhnungskirche in Lehmbauweise gebaut wurde.
Durch den Bau der Berliner Mauer wurde auch die Versöhnungsgemeinde geteilt. Ab 1961 war die 1894 gebaute Versöhnungskirche für die im Westteil der Stadt gelegene Gemeinde nicht mehr zugänglich, weil sie auf dem „Todesstreifen“ zwischen innerer und äußerer Mauer stand. 1985 wurde sie dann schließlich von der DDR gesprengt. Nach der Wende erhielt die Gemeinde 1995 das Grundstück mit der Auflage einer sakralen Nutzung zurück.
Die Architekten Peter Sassenroth und Rudolf Reitermann entwarfen einen ungewöhnlichen Kirchenbau. Auf den Fundamenten des Chorraums wurde ein ovaler Kirchenraum in Stampflehmbauweise errichtet, der von außen mit Holzstäben ummantelt ist. Es ist seit mehr als 100 Jahren der erste öffentlich gebaute Lehmbau in Deutschland. So weit wie möglich wurden Materialien der Versöhnungskirche in dem Bau verarbeitet. Das Retabel wurde in den schlichten Innenraum integriert, und Teile des Bauschutts wurden zermahlen als Zusatz in die Lehmmasse gegeben. Die geretteten Glocken sind in einem Glockengerüst außerhalb der Kapelle aufgehängt. Der Grundriss der Versöhnungskirche ist um die Kapelle markiert.
Am 9. November 2000 wurde die Kapelle der Versöhnung eingeweiht und ist Teil des Gedenkstättenkomplexes in der Bernauer Straße. Im Gemeindehaus, das 1965 als Ersatz für die unzugängliche Kirche gebaut wurde, ist das Dokumentationszentrum zur Berliner Mauer untergebracht.
http://de.wikipedia.org/wiki/Kapelle_der_Vers%C3%B6hnung
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